Welche Schule ist die richtige?

Veröffentlicht am 13.03.2014 in Veranstaltungen

S.Fulst-Blei(li.) diskutierte unter anderem mit J.Marx(2.v.l.) und J.Bernack(4.v.l.)über die Schullandschaft in Mannheim

SANDHOFEN: Stefan Fulst-Blei informiert über Schulwechsel

Welche Schule ist die richtige für mein Kind?

Nach der Grundschule haben viele Eltern die Qual der Wahl, denn sie müssen entscheiden, welche Schule für ihr Kind die beste ist. "Das Gymnasium ist dabei nicht immer die richtige Wahl", erklärte der Landtagsabgeordnete Stefan Fulst-Blei bei einer Veranstaltung der SPD Sandhofen zu diesem Thema.


Woran sich Eltern orientieren können, erläuterte der bildungspolitischer Sprecher im Landtag in lebhafter Diskussion, an der sich auch der Vorsitzende der SPD Sandhofen, Julian Marx, Stadtrat Ulrich Schäfer, einige Bezirksbeiräte sowie Lehrer und Vertreter des Gesamtelternbeirats der Stadt Mannheim beteiligten.

"Druck aus Klassen ist raus"

Fulst-Blei zeigte zunächst die Vielfalt der Mannheimer Schullandschaft auf. Manche Schulen seien überfüllt, wie beispielsweise die Integrierte Gesamtschule Herzogenried, die inzwischen 50 Prozent der Bewerber abweisen muss. Andere würden individuelles Lernen in Kleingruppen anbieten, wie etwa die Kerschensteiner Gemeinschaftsschule, deren Schülerzahl stetig wachse. Andere wieder würden Dienst nach Vorschrift oder wieder andere mehr als nötig machen, so Fulst-Blei.

Eltern könnten da leicht den Überblick verlieren. Die Aufhebung der verbindlichen Grundschulempfehlung habe sich als positiv herausgestellt. "Dadurch ist der Druck bei den dritten und vierten Klassen raus", erklärte Fulst-Blei. Andererseits habe die Maßnahme zu einer Entwicklung der Schülerzahlen hin zu Gymnasien und weg von Werkrealschulen geführt, denen dadurch Schließungen drohen.

Fulst-Blei erklärte, Eltern sollten sich immer die Frage stellen: "Welche Schulart ist die richtige?" Das Gymnasium sei dabei "nicht das Maß aller Dinge. Die praxis- und berufsorientierteren Haupt- und Realschulen, die bei guten Noten auch den Weg an die Hochschule ermöglichten, könnten für viele Schüler die bessere Wahl sein.

Die Noten müssten bei der Entscheidung nicht allein ausschlaggebend sein. Wichtig seien auch die Eigenschaften der Kinder und dass man sein Kind nicht überfordert. Die Gemeinschaftsschule oder die Gesamtschule könnten daher eine ernsthafte Alternative sein.

Ulrich Schäfer schlug vor, insbesondere bei Migranten mehr Werbung für die Gesamtschule zu machen. "Doch was nützt das beste pädagogische Konzept, wenn die Ausstattung nicht stimmt?", fragte Jenny Bernack, die dafür plädierte, die Schulsanierung voranzutreiben. ost

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 12.03.2014

 

 

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