21.03.2014 in Presseecho

Marx und Engländer fordern niedrigere Bordsteine

 
v.l.: J.Marx, G.Engländer, B.Knebelspieß


SANDHOFEN: Bezirksbeiräte fordern niedrigere Bordsteine

Rollstuhlfahrt im Selbsttest


17.03.2014 in Presseecho

SPD bei Polizei und Feuerwehr

 
Stadträte und Bezirksbeiratsmitglieder der SPD gemeinsam mit Polizistinnen und Polizisten des Reviers Sandhofen

SANDHOFEN: Kommunalpolitiker der SPD besuchen Polizei und Feuerwehr im Mannheimer Norden während der Nachtschicht

„Mit Engagement im Beruf“

Auf Initiative des SPD-Fraktionssprechers für Sicherheit und Ordnung, Boris Weirauch, haben Stadträte der SPD gemeinsam mit den örtlichen Bezirksbeiräten über eine ganze Nacht verteilt mehrere Mannheimer Polizeireviere und Feuerwachen besucht, um sich bei den Einsatzkräften zu bedanken und sich über die Situation in den Stadtteilen zu informieren.


Zu Gast waren die sozialdemokratischen Kommunalpolitiker, unter ihnen Stadtrat Rainer Spagerer, Dr. Karl-Christian Schroff (Bezirksbeiratssprecher auf der Schönau) und Julian Marx (Bezirksbeirat und SPD-Vorsitzender in Sandhofen) unter anderem in den Polizeirevieren Käfertal und Sandhofen.

Anliegen der Beamten

 

"Wir waren bis halb fünf Uhr morgens unterwegs und haben viele Gespräche mit Polizisten auf den beiden Revieren geführt", erklärte SPD-Stadtrat Weirauch. "Neben der Sicherheitslage und den Abläufen vor Ort war es für uns wichtig, auch persönliche Anliegen der Beamten, etwa die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, zu erfahren", begründen die SPD-Kommunalpolitiker ihren Nachteinsatz.

In Käfertal wurden die Sozialdemokraten von Polizeihauptkommissar Lösch, dem zuständigen Dienstgruppenleiter, persönlich über die nächtlichen Abläufe auf der Wache informiert. Das Polizeirevier Käfertal ist in der Nacht mit mindestens fünf Beamten besetzt und zuständig für die Sicherheit der Stadtteile Käfertal, Vogelstang, Wallstadt und Teilen der Gartenstadt.

Nach Besichtigung der Wache, unter anderem auch der Ausnüchterungszellen, informierten sich die Stadt- und Bezirksbeiräte über die Besonderheiten des nächtlichen Einsatzes, etwa dem Selbstschutz, auf den die Beamtinnen und Beamten gerade in der Nacht achten müssen. Karl-Christian Schroff, im Hauptberuf Tierarzt, erkundigte sich abschließend über den Umgang mit herrenlosen oder verletzten Tieren. Schließlich ist die Polizei gerade nachts erster Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger, die ein solches Tier finden und ihm helfen wollen. Den SPD-Kommunalpolitikern wurde verdeutlicht, dass die Stadt Mannheim zwar formal für herrenlose Tiere zuständig ist - dass aber vonseiten der Polizei sehr viel Eigenengagement geleistet wird, um den Tieren schnell und angemessen zu helfen.

Auf dem Polizeirevier Sandhofen, der letzten Station auf der Sicherheitstour, wurden die SPD-Kommunalpolitiker von den Polizistinnen und Polizisten über die Besonderheiten ihres Reviers informiert. Die Sandhofener Polizei ist in der Nacht ebenfalls mit mindestens fünf Einsatzkräften für die Stadtteile Sandhofen, Schönau, Gartenstadt, Waldhof, Blumenau und den Scharhof zuständig.

"Sandhofen ist kein Autohof"

Neben den alltäglichen Einsätzen der Polizei bei der Ahndung häuslicher Gewalt und der Aufnahme von Verkehrsunfällen wurde über die Zukunft der Coleman-Kaserne diskutiert. SPD-Ortsvereinsvorsitzender Julian Marx interessierte sich zudem für die Ansichten der diensthabenden Beamten zu den Problemen mit den Lkw, die in Sandhofen über Nacht freie Flächen zuparken. Für Marx steht fest: "Sandhofen ist kein Autohof, wir müssen dieses Thema entschieden angehen."

"Bei all den Belastungen, etwa durch den Schichtdienst sowie die zunehmende Respektlosigkeit und körperliche Gewalt gegenüber der Polizei wurde deutlich, dass die Beamtinnen und Beamten ihren Beruf mit außergewöhnlichem Engagement ausüben", zeigten sich Schroff und Marx nach den vielen Gesprächen beeindruckt. zg

© Mannheimer Morgen, Freitag, 14.03.2014

19.02.2014 in Presseecho

Schlechte Aussichten für neue Radwege

 
Julian Marx zeigt den Alten Frankfurter Weg an der Grenze zwischen Mannheim und Lampertheim

Die Grenzen der Bundesländer sind mit bloßem Auge in der Regel nicht sichtbar. Fährt man aber von der Blumenau in Richtung Lampertheim, dann ist das etwas anders. "Das ist wie mit der Linie gezogen", sagt SPD-Bezirksbeirat Julian Marx, als er an der Grenze steht. Vor ihm - auf hessischer Seite - beginnt eine gut asphaltierte Straße mit einem Radweg daneben. Auf baden-württembergischer Seite fährt man dagegen eher auf einer Rumpelpiste. Für Marx ist der Zustand "unhaltbar". Er kritisiert vor allem, dass es dort keinen Radweg gibt. Wer auf dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs ist, muss sich die schmale Fahrbahn mit den Autos teilen. Und davon, so Marx, seien immer mehr auf dem Abschnitt unterwegs.

Der Bezirksbeirat Sandhofen, der auch für die Blumenau zuständig ist, hatte in seiner vergangenen Sitzung bereits angeregt, den Alten Frankfurter Weg im Abschnitt zwischen der Eugen-Neter-Schule und der Landesgrenze mit einem Radweg zu versehen. Die Stadt, so berichtet es Marx, habe daraufhin aber erklärt, die Verkehrsbelastung an dieser Stelle sei gering. Ein Radweg sei daher nicht geplant.

"Verkehr ist mehr geworden"
"Vielleicht sollte man hier mal eine Verkehrszählung machen", sagt Marx. In der Tat rauschen an einem Vormittag unter der Woche mehrere Wagen pro Minute über die Straße. Wer aus dem Osten von Lampertheim oder anderen Städten in Südhessen nach Mannheim fahre, der nehme oft diesen Weg, sagt der Bezirksbeirat. "Es ist mehr geworden, seit in Lampertheim die Umgehungsstraße fertig ist", meint ein Anwohner, der gerade vorbeikommt. Ob er Radfahrern raten würde, hier zu radeln? "Wenn sie lebensmüde sind, können sie das machen!"

Gerade bei schönem Wetter sei das Landschaftsschutzgebiet "Sandtorfer Bruch" ein beliebtes Ausflugs-ziel für Menschen aus den nördlichen Stadtteilen, sagt Marx. "Das ist ja eigentlich ein wunderschönes Gebiet, um Rad zu fahren oder mit seinem Hund spazieren zu gehen." Er weiß, dass es nicht ganz billig und unkompliziert sein würde, einen Rad- und Fußweg anzulegen: Die angrenzenden Grundstücke reichen bis an die schmale Fahrbahn. Aus Sicherheitsgründen sei eine Radspur aber trotzdem nötig. Die Fahrbahn neu zu asphaltieren, hält Marx hingegen nicht für vordringlich. "Dann würden die Autofahrer noch schneller fahren." Und an Tempo 50 halte sich schon jetzt nicht jeder.

Einen Radweg wünschen sich viele auch einige Hundert Meter weiter südlich, entlang des Viernheimer Wegs zwischen der Blumenau und der Eugen-Neter-Schule. Auch dort ist die Straße in schlechtem Zustand, neben der Fahrbahn gibt es nur einen dünnen Pfad durchs Gras für Radler und Fußgänger. Fast 1000 Unterschriften hatte der Elternbeirat der Sonderschule vor etwas mehr als einem Jahr gesammelt. Auch Bezirksbeirat und Stadträte fordern einen Ausbau. Zwar werden viele Kinder zur Schule gefahren, außerdem gibt es einen Bus, der zweimal am Tag pendelt. Doch Kinder, die den Bus verpassen oder zu einem Ausflug aufbrechen wollen, müssen den Pfad benutzen. Das Gleiche gilt etwa für die Referendare der Schule, von denen manche kein Auto haben.

"Besonders schlimm ist das, weil viele von den Schülern ja gehandicapt sind", sagt Julian Marx. Auch Ralf Rothermel, CDU-Bezirksbeirat und Blumenauer, fände es sinnvoll, den Fußpfad künftig zu befestigen.
FDP und Grüne hatten bei den Haushaltsberatungen beantragt, die Strecke in den Etat 2014/2015 aufzunehmen. Bei den anderen Parteien fand der Plan aber keine Mehrheit. CDU-Stadtrat Konrad Schlichter, selbst Mitglied im Förderverein der Schule, betont, er kenne die Materie. Allerdings teile er die Auffassung der Verwaltung. "Dort findet nicht viel Rad- und Fußverkehr statt." Zudem hätten die Kinder den Anspruch, befördert zu werden. "Es gibt in der Stadt viele Stellen, an denen ein Radweg nötiger wäre", so Schlichter.

"Eine Zumutung"
Der Vorsitzende des Elternbeirats der Eugen-Neter-Schule bleibt dagegen bei seiner Auffassung: Der jetzige Zustand sei eine "Zumutung", so Fritz Sütterlin. "Die politische Einsicht fehlt." Auch wenn sie derzeit ein bisschen ratlos sind: Den Kampf für den Radweg wollen die Elternvertreter nicht aufgeben. Das Argument, auf der Strecke gebe es zu wenig Radler und Fußgänger, will Sütterlin nicht gelten lassen: Wo noch kein richtiger Weg sei, sei eben auch niemand gerne unterwegs.

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 19.02.2014

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